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Sibylle Berg fragt. Wir antworten.

Bringt Euch Um BG

Wo, verdammt noch mal, sind die Verrückten?

Das fragte Sibylle Berg in ihrer Spiegel Kolumne “Fragen Sie Frau Sibylle”. Wir fragen gar nichts, aber gerne beantworten wir die Frage. Ich habe dort (beim Spiegel) das hier als Kommentar hinterlassen. Vielleicht seid ihr cool und macht das auch.

Hey Sybille. Wir sind hier. Wirklich.

Wir sind genauso zahlreich wie die ganzen letzten 5000 Jahre vorher. Wir sind eine Minderheit, aber das muss so und geht nicht anders. Wir stellen dich und dein Blatt in Frage und hängen permanent auf dem beschissenen Internet und sind mit Leuten verknüpft, zu denen man sich früher die Ferngespräche nicht leisten konnte. Wir haben eine Drogenkultur die viellicht besser ist als deine und wir wissen wie man feiert. Wir sind Hedonisten und lieben unseren Lifestylescheiß, aber wir sind keine debilen Konsumdronen. Wir sind politisch. Wir können uns so gut mit den Bullen prügeln, wie wir bizarre Hotelrechnungen erzeugen können. Wir haben Jobs und zahlen Steuern, aber das heisst nicht, das wir nicht auf Gräber pissen können, wenn wir mit anderer Leute Vergangenheit abschließen. Vielleicht ist es einfach so, dass du nicht mehr da hin gehst wo wir sind und reden. Dass du uns nicht siehst. Und ernsthaft, wenn ich an einige Orte meines Lebens denke, könnte ich fast meinen du hättest einen Punkt. Es macht mir Angst zu sehen, dass du nicht von viel mehr Leuten in den Kommentaren wüst beschimpft wirst, weil die unter vierzig sind und dein sokratisches* Gerede nicht ertragen können. Dann muss ich das wohl tun:

Du bist blind und weisst nicht wovon du sprichst. Ich hoffe hier kommen heute noch ein Haufen von unter 40 jährigen vorbei, die dir so was sagen wie: “Hey Sybille! Wir sind hier. Und du bist blind. Kommst du jetzt spielen?”

Mit Liebe. Fühl’ dich eingeladen.

-jl

*„Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“
Sokrates

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